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Gravity sucks

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Rückblick Trainingsfliegen 10.04.2010

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Die Wetterprognose für den Samstag machte es einem nicht leicht, einen sicheren Entscheid für den Durchführungsort des mittlerweile legendären Flaties-Trainingsfliegen zu fällen.

Rückblickend ging das Wallis am Samstag zum Fliegen recht ordentlich und der Nordwind war offenbar nicht so stark wie prognostiziert. Aber eben – wer weiss das schon im Voraus. Aus dieser Sicht war der Jura sicher ein guter Kompromiss.

Das Emmagramm von Payerne (12UTC) zeigt einen ausgezeichneten Temperaturgradienten bis auf ca. 1700 MüM. Wind: unten Bise, oben Nord. Wegen der nicht gerade optimalen Ausrichtung des Solothurner Juras ist das dort immer so eine Sache…kommt die Bise aus deutlich östlicher Richtung, gibt es keine Probleme beim Starten und Fliegen. Nicht selten haben wir aber eine im Tagesverlauf zunehmend nördliche Windkomponente und dann fliegt man an den thermisch guten  Südflanken ordentlich im Lee (was manchmal auch recht gut geht).
Die Nordhänge des Juras werden logischerweise erst relativ spät thermisch aktiv, weshalb sich das Warten bei unsicheren Bedingungen fast immer lohnt.

Im Jura finden wir überall diese Einschnitte, auch „Klus“ genannt. Dort wird der Wind kanalisiert und meist ein wenig umgeleitet. Diesen Effekt nutzen wir jeweils bei Balsthal, Moutier, Court und Sonceboz, wo wir sehr häufig eine ausgeprägte N-Komponente messen. Mit dem N-Wind wird dann zusätzlich die Thermikluft aus den Tälern an die Hänge gedrückt. Dies gilt es zu beachten und auszunützen.

Bei Moutier habe ich mich von tief unten thermodynamisch gerettet. Das geht dort eigentlich immer gut. Viel schlechter ist es meistens etwas südlich davon in Richtung Hasenmatt. Der Binzbergpass hat auch am Samstag seine Opfer gefordert. Dort bläst die Bise voll drüber – undbedingt sehr hoch überfliegen!

Problematisch ist bei Bise immer das Vallon de St-Imier. Dort pfeift sie voll rein und wird noch zusätzlich durch den Talwind beschleunigt. Der Wind verbläst so jegliche Thermik unterhalb der Krete. Ich bin dort am Samstag ebenfalls in die Falle geraten und musste in St.Imier landen.

Also ab Corgémont immer mit maximaler Höhe via Chasseral oder Mont Soleil weiter fliegen!

http://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:tannair/10.4.2010/11:58

Bis zum nächsten Mal – hoffe es hat Euch Spass gemacht!

Tinu Tanner

 
Kommentare (3)
3 Donnerstag, 22. April 2010
Urs Frei
Sali zämme - Danke, dass ich mich Euch anschliessen durfte. Ihr seid eine gute und fahrtechnisch bestens organisierte Truppe :)
Der Crack hat uns vorgemacht, dass man sich auch mal raushauen darf, auch wenn es nicht superguet aussieht. Gratulation

- Urs -
2 Montag, 12. April 2010
.rapair
Merci Tinu für das Debriefing. So macht das Sinn.
Und wenn ich die Flüge von Reto und diesem Yves Leu anschaue, sollte ich einfach mit Zug anreisen.
So wäre ich flexibler im Kopf. (vielleicht lerne ich das auch noch, hat mich schon mehrmals gehindert einfach mal abzudrücken).
1 Montag, 12. April 2010
HzG (Hans zum Glück)
Hallo Tinu
Vielen Dank für deine Informationen auch für das Telefongespräch!
Es hat am Samstag sehr Spass gemacht und ich freue mich auf das nächste Mal!
Gruss
Hans

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